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Zum Start der Internationalen Funkausstellung IFA (3. September) in Berlin fordert die Kampagne "energieeffizienz – jetzt" Maßnahmen zur Verbreitung effizienter Kühlgeräte. Bei rund 30 Millionen veralteten Kühlgeräten in Deutschland wäre ein flächendeckender Austausch ineffizienter Geräte ein großer Beitrag für den Klimaschutz, von dem alle profitierten, so die Verbände. Ein sparsamer A++-Kühlschrank verbraucht nach Angaben der Initiatoren bis zu 50 Prozent weniger Strom als ein Gerät der A-Klasse. Um effiziente Geräte zu erkennen, fehle es jedoch an einer für Verbraucher eindeutigen Kennzeichnung. Erforderlich seien außerdem funktionierende umfassende Rücknahmesysteme für Altgeräte, so die Träger von "energieeffizienz – jetzt!", das sind der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), das Öko-Institut, der Bundesarbeitskreis für umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) und der Deutsche Naturschutzring (DNR).
Nanotechnologien werden vielfach als Schlüsseltechnologie unseres Jahrhunderts und als Antriebsmotor für Fortschritte u. a. in der Medizin, Chemie, im Maschinen- und Automobilbau gefeiert. Doch welche Potenziale haben Nanomaterialien wirklich, damit sie eine nachhaltige Entwicklung fördern können? Welchen Nutzen können wir aus ihrem Einsatz ziehen und welchen Risiken müssen wir vorbeugen? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue Ausgabe von eco@work, die jetzt online steht – ganz im Zeichen der im September stattfindenden Jahrestagung des Instituts. Aber auch weiteren Fragestellungen wie den aktuellen Entwicklungen zum Atommülllager Asse, der umweltfreundlichen Beschaffung in öffentlichen Behörden oder den Wegen unserer alten Elektrogeräte in Entwicklungs- und Schwellländer widmet sich das neue Heft. Sie können es hier auch online lesen.
Elektroschrott enthält viele wertvolle Metalle, wie Gold, Silber, Palladium, Aluminium, Stahl und Kupfer. Die Rückgewinnung von Aluminium, Stahl und Kupfer aus dem Elektroschrott bildet die Existenzgrundlage für viele arme Menschen in West Afrika. Elektroschrott enthält aber auch viele Schadstoffe, wie Blei, Cadmium, bromierte Flammschutzmittel und PVC. Aufgrund fehlender Recycling- und Entsorgungsinfrastruktur wird er in West Afrika unsachgemäß behandelt und verursacht deshalb enorme Schäden für die Umwelt, die Gesundheit der Arbeiter und der benachbarten Bevölkerung. Wie Elektroschrott umweltgerecht recycelt und entsorgt werden kann sowie gleichzeitig Sozialstandards eingehalten werden können, zeigen die Ergebnisse einer Studie über Elektroschrott-Recycling in Ghana, die das Öko-Institut im Auftrag des niederländischen Umweltministeriums (VROM-Inspectorate) und dem niederländischen Recyclingverband (NVMP) durchgeführt hat.
Zwischen 1967 und 1978 wurden im ehemaligen Salzbergwerk Asse II schwach- und mittelradioaktive Abfälle gelagert. Das Bergwerk in Niedersachsen ist jedoch für die Endlagerung ungeeignet. Heute zeigt sich: Das Bergwerk kämpft mit dem Eintritt von Wasser in die Lagerstätte. Dadurch droht es an Stabilität zu verlieren – es besteht Einsturzgefahr. Die Asse II wird deshalb in den Medien als das „größte Umweltproblem Deutschlands“ bezeichnet. Jetzt müssen zügig geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Asse stillzulegen und die radioaktiven Abfälle sicher zu lagern. Das Öko-Institut stellt Hintergründe und Berichte zur Situation und weiteren Maßnahmen rund um die Asse zur Verfügung.
Das Öko-Institut präsentiert auf seiner Website www.resourcefever.org aktuelle Studien und Reports, wie Rohstoffe nachhaltig genutzt werden können. Dabei geht es ebenso um die Frage effizienterer Nutzung von Rohstoffen innerhalb der EU wie um Recycling von Elektroschrott in Schwellen- und Entwicklungsländern. Ein aktueller gemeinsamer Bericht des Öko-Instituts und Eurometaux, dem Dachverband der europäischen Nichteisenmetall-Industrie, zeigt, wie die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten ihre Standards und Richtlinien für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement weltweit weiterentwickeln müssen.
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